Über mich

Wer ich bin

Ich bin Vater eines kleinen Sohnes und lebe seit vielen Jahren mit meiner Partnerin in Berlin. Hier habe ich auch meine Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten an der Berliner Akademie für Psychotherapie abgeschlossen. Mein Weg dorthin führte mich über ein Studium der Erziehungswissenschaften in Hamburg und viele berufliche Stationen – als Offizier bei der Bundeswehr, als Coach, Unternehmensberater und schließlich als Erziehungs- und Familienberater.

Aufgewachsen in einer herausfordernden Familiensituation habe ich früh begonnen, mich für Beziehungen zu interessieren – dafür, wie sie gelingen, scheitern, tragen oder verletzen können. Diese Frage begleitet mich bis heute – auch in meiner therapeutischen Arbeit.

Ich bin davon überzeugt, dass gute Psychotherapie mehr ist als Methode: Sie ist eine besondere Beziehungserfahrung. Ich versuche, meinen jungen Patientinnen ein präsentes, zugewandtes und echtes Gegenüber zu sein – mit Klarheit, Geduld, Neugier und dem Mut, gemeinsam auch durch schwierige Themen zu gehen.

Wie ich meine Arbeit verstehe

Meine therapeutische Heimat ist die aus der Psychoanalyse hervorgegangene Tiefenpsychologie. In der Behandlung orientiere ich mich vor allem an selbstpsychologischen und intersubjektiven Ansätzen – etwa an der Frage, wie sich seelisches Erleben in Beziehungen entfaltet, entwickelt und manchmal auch verletzt wird.

Ich bin überzeugt: Psychische Störungen – oder, weniger technisch gesagt, seelische Wunden und Ungleichgewichte – zeigen sich in den Beziehungen, die wir führen. Etwa in der Beziehung, die wir als Eltern mit unserem Kind gestalten – und die unser Kind mit uns erlebt.

Viele psychische Erkrankungen lassen sich damit als Beziehungsstörungen verstehen: als Konflikte mit anderen (zum Beispiel bei einer „Störung des Sozialverhaltens“), mit uns selbst (etwa bei einer Depression) oder mit der Umwelt (wie bei Zwängen oder anderen belastenden Verhaltensweisen).

Die tiefenpsychologische Sichtweise geht davon aus, dass vor allem frühe Beziehungserfahrungen wie Grundbausteine wirken, aus denen sich das seelische Erleben zusammensetzt. Nicht jedes Fundament hält jedoch den Anforderungen stand, die das Leben an Kinder stellt – sei es durch eine Trennung der Eltern, Mobbing in der Schule oder die Herausforderungen der Pubertät.

Psychotherapie bietet in solchen Situationen eine neue, tragfähige Beziehungserfahrung. Vielleicht lässt sich einer schiefen Mauer eine Stütze geben, vielleicht ein brüchiger Teil des Fundaments stärken. Das ist es, was ich als Psychotherapeut gemeinsam mit meinen jungen Patientinnen und deren Familien versuche aufzubauen. Meine wichtigsten Werkzeuge dabei sind: das Spiel und die Sprache.